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Cashewmilch – Die cremige Pflanzenalternative mit Wohlfühl-Faktor

Cashewmilch – im Handel als Cashewdrink erhältlich – besticht durch ihre besonders samtige, cremige Konsistenz und ihren mild-nussigen Geschmack. Mit nur rund 23 Kilokalorien pro 100 ml gehört sie zu den kalorienärmsten Pflanzendrinks. Besonders interessant macht sie der hohe L-Tryptophan-Gehalt der Cashewkerne, einer Aminosäure, die als Vorstufe des Glückshormons Serotonin gilt.

Cashewmilch – Die cremige Pflanzenalternative mit Wohlfühl-Faktor

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Nährwerte pro 100 ml (ca. Angaben)

Nährstoff Menge (ca.)
Kalorien 23 kcal
Protein 0,6 g
Fett 1,6 g
Kohlenhydrate 1,5 g
Calcium 10 mg

Alle Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach Produkt, Hersteller und Herkunft abweichen.

Herstellung

Die Herstellung von Cashewmilch folgt einem einfachen Grundprinzip: Cashewkerne werden eingeweicht, mit Wasser püriert und anschließend gefiltert. Anders als bei vielen anderen Nussdrinks ist das Filtern bei Cashewmilch oft nicht zwingend erforderlich, da Cashewkerne besonders weich sind und sich nahezu rückstandsfrei auflösen – das ergibt die charakteristisch seidige Konsistenz.

Für die Selbstherstellung werden etwa 200 g Cashewkerne über Nacht (6–8 Stunden) in Wasser eingeweicht, dann mit 1 Liter frischem Wasser im Hochleistungsmixer fein püriert. Bei Bedarf kann die Masse durch ein feines Tuch oder einen Nussmilchbeutel gefiltert werden, doch viele verzichten darauf, um alle Nährstoffe zu erhalten.

Kommerzielle Cashewdrinks enthalten typischerweise nur 3–8 % Cashewkerne, ergänzt durch Wasser, Stabilisatoren (z. B. Gellan), Emulgatoren und häufig zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe. Der niedrige Nussanteil erklärt, warum der Nährstoffgehalt des fertigen Drinks deutlich unter dem der ganzen Cashewkerne liegt.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Cashewmilch ist mit rund 23 Kilokalorien pro 100 ml ausgesprochen kalorienarm. Sie enthält etwa 0,6 g Protein, 1,6 g Fett und 1,5 g Kohlenhydrate pro 100 ml. Der natürliche Calciumgehalt liegt bei nur 10 mg pro 100 ml – viele Hersteller reichern ihre Produkte daher mit Calcium an.

Die eigentliche Stärke der Cashewkerne liegt in ihrem beeindruckenden Mikronährstoffprofil. Rohe Cashews enthalten pro 100 g rund 18 g Protein, die Vitamine E, K, B1, B2, B5 und B6 sowie die Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Phosphor, Kupfer, Eisen und Zink. Im fertigen Drink sind diese Nährstoffe aufgrund des geringen Nussanteils allerdings stark verdünnt.

Besonders hervorzuheben ist der L-Tryptophan-Gehalt von Cashewkernen: Mit rund 290 mg pro 100 g gehören sie zu den tryptophanreichsten pflanzlichen Lebensmitteln. L-Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure und die Vorstufe von Serotonin – einem Neurotransmitter, der für die Regulation von Stimmung, Schlaf und Wohlbefinden entscheidend ist.

Mit einem Fettgehalt von rund 42 % gehören Cashewkerne zu den fettärmeren Nüssen (Macadamia: 76 %, Walnuss: 65 %). Das Fett besteht überwiegend aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken können.

Cashewkerne enthalten rund 290 mg L-Tryptophan pro 100 g – das ist mehr als in den meisten anderen Nüssen. L-Tryptophan ist die Vorstufe des Glückshormons Serotonin und des Schlafhormons Melatonin. Im fertigen Cashewdrink ist der Gehalt zwar durch den niedrigen Nussanteil deutlich geringer, doch selbst gemachte Cashewmilch mit höherem Cashewanteil kann einen spürbaren Beitrag zur Tryptophan-Versorgung leisten.

Geschmack & Verwendung

Cashewmilch schmeckt mild-nussig und leicht süßlich – dezenter als Mandelmilch und ohne den bohnigen Beigeschmack von Sojamilch. Ihre besondere Stärke ist die samtige, seidige Konsistenz, die an Vollmilch erinnert und sie von dünnflüssigeren Pflanzendrinks abhebt.

In der Küche ist Cashewmilch besonders vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich hervorragend für cremige Suppen, Saucen und Currys, da sie beim Erhitzen nicht ausflockt und eine angenehme Bindung erzeugt. Auch für Smoothies, Porridge und Müsli ist sie eine beliebte Wahl. Beim Backen kann sie Kuhmilch in den meisten Rezepten problemlos ersetzen.

Für Kaffee ist Cashewmilch eine gute Wahl, da sie sich dank ihres Fettgehalts und der cremigen Konsistenz gut mit heißem Kaffee verbindet, ohne zu flocken. Barista-Varianten mit erhöhtem Fettgehalt lassen sich zudem aufschäumen. In der veganen Küche wird eingeweichte Cashewcreme (Cashews mit wenig Wasser püriert) als Basis für veganen Frischkäse, Sahne-Ersatz und Desserts verwendet.

Vorteile & Nachteile

Häufige Fragen

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Cashewmilch und Kuhmilch haben unterschiedliche Stärken. Cashewmilch ist deutlich kalorienärmer (23 vs. 64 kcal pro 100 ml), cholesterinfrei und enthält überwiegend ungesättigte Fettsäuren. Kuhmilch liefert dafür erheblich mehr Protein (3,3 vs. 0,6 g) und Calcium (120 vs. 10 mg). Ob Cashewmilch «gesünder» ist, hängt von den individuellen Ernährungsbedürfnissen ab. Wer auf Cashewmilch umsteigt, sollte auf eine ausreichende Protein- und Calciumzufuhr aus anderen Quellen achten.
Cashewkerne enthalten mit 290 mg pro 100 g besonders viel L-Tryptophan – eine Aminosäure, die der Körper zu Serotonin und weiter zu Melatonin (dem Schlafhormon) umwandelt. Allerdings ist der L-Tryptophan-Gehalt in handelsüblichen Cashewdrinks aufgrund des niedrigen Nussanteils (3–8 %) stark verdünnt. Selbst gemachte Cashewmilch mit höherem Nussanteil liefert deutlich mehr Tryptophan, doch eine schlaffördernde Wirkung einzelner Lebensmittel ist wissenschaftlich schwer nachzuweisen.
Cashewkerne haben einen hohen Anteil an Stärke und löslichen Fasern, die sich beim Mixen fast vollständig im Wasser auflösen. Anders als Mandeln oder Haselnüsse hinterlassen sie kaum feste Rückstände. Dieser Effekt sorgt für die charakteristisch seidige, vollmundige Konsistenz, die andere Nussdrinks in dieser Form nicht erreichen.
Nein, Cashewmilch ist als Milchersatz für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet. Der Protein-, Fett- und Kaloriengehalt ist zu gering, um den Nährstoffbedarf von Kleinkindern zu decken. Zudem besteht bei Nussdrinks grundsätzlich ein Allergierisiko. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät davon ab, pflanzliche Milchalternativen als Hauptgetränk für Kinder unter 2 Jahren zu verwenden.

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